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Sonntag, 13.05.12 – Was ich letzten Sonntag schreiben wollte ... Jais vs. Heilig – die Revanche II beim (wie immer hervorragend organisierten) 19. Kraillinger Duathlon ist leider ausgefallen. Christian Jais, mein innig geliebter Intimfeind und taktischer Gegenentwurf, tat in Anbetracht der wieder einmal äußerst widrigen Wetterbedingungen (in Krailling holt man sich traditionell die erforderliche Härte) das Vernünftigste und sparte seine Kräfte für ... Aber leider ist Zeit ein knappes Gut, und damit schließe ich gleich an das Kontrastprogramm an: 1. Platz beim 1. und vielleicht letzten Lindau Triathlon. Gut das Triathlon im Allgemeinen nicht von bildungsfernen Schichten betrieben wird, denn heute war Kopfrechnen angesagt ... Ich will hier niemandem schaden, deshalb spare ich mir den ganzen Rest und sage einfach nur: man hätte auch beim ersten Mal vieles besser machen können. Schade, denn das „Bodensee-Setting“ ist wirklich vom feinsten. Trotz allem bin ich natürlich auch glücklich dass es am Ende einer Sch...woche (durchschnittlich 6 Std. Gesamtschlafzeit pro Tag) zum Sieg gereicht hat. Wie jedes Jahr war es einfach ein tolles Gefühl nach dem laaangen Winter wieder viele bekannte Gesichter zu sehen – Jungs, „WE DID IT AGAIN“. Nach drei Wettkämpfen in zwei Wochen muss ich mich auf dem Weg zur Duathlon DM in Falkenstein am kommenden Wochenende (Vorbericht rechtzeitig auf Facebook) jetzt erst einmal neu sortieren – und schlafen. Auf den Fotos von links nach rechts: Chaos Heilig, Nino „the mad meat scientist“ Terjung und Jürgen P. der alte Sizilianer – danke für den tollen Homestay!

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Dienstag, 01.05.12 – 5. Platz Duathlon DM Elite in Oberursel. Zugegeben, ein ziemlich platter Einstieg :-). In der Regel bin ich nicht um einen hübschen Spruch am Anfang eines Beitrags verlegen, aber für den heutigen Tag fallen mir so viele ein, dass ich einen Allgemeinplatz bevorzuge. Denkbar wären z.B. „Es ist erst vorbei wenn es vorbei ist“, „Vorsprung durch Technik“ u.v.m. Zum Rennen selbst (Gedanken vom Vorabend und Fotos von heute siehe Facebook): der erste km ging in 3:05 weg, was in Anbetracht des Kurses echt verdammt schnell ist, und trotzdem lag ich gerade mal auf Platz 10-15. Ab der zweiten Runde konnte man den meisten, unter anderem mir, deutlich anmerken dass die Strecke knüppelhart zu laufen ist. Bei mir äußerten sich Beschwerden in einem brennenden Schmerz unter dem rechten Vorfuß, vergleichbar mit einer beginnenden Blasenbildung – und das bei km 5 von 10 …. Ich gestehe: neue Socken + neue Schuhe + keine Vaseline = großer Anfängerfehler. Gedanklich war ich dann schon fast ausgestiegen, da ich Angst hatte mir so viel Haut herunterzulaufen, dass es mit dem Lauftraining vor dem Ironman Regensburg nichts mehr werden würde. Ziemlich blöd wenn man hier gerade in den Tiefen des Klassements versinkt. Gut dass ich nicht raus bin, und dass mit Martin Schädle ein bekannt starker Radfahrer zu mir aufschloss, von dem ich wusste dass er mich nach vorne fahren konnte. Der Wechsel, meine wirklich größte Sorge (ich hatte zum ersten Mal die Radschuhe schon in den Pedalen), lief so perfekt, dass ich gemeinsam mit Martin auf den ersten 5 km Mann für Mann „assimilieren“ konnte, und auch die Strecke kam mir, dank Rennlenker-modifiziertem cw.059 (erneut danke an Falk A. vom B.O.C., der jetzt wieder auf Liegelenker tauschen muss ...), sprich meiner 5,5 kg Maschine, sehr entgegen. Während die anderen Jungs bergan schnauften wie verrückt, konnte ich locker fahren und war trotzdem vorne. Unsere Gruppe umfasst die Plätze 3-9, während sich 1:45 min weiter vorne Patrick Lange und Zoltan Senczyszyn austobten. Mit optimalem Kreiseln hätten wir sie vielleicht geschnappt, aber da fehlt einfach die Übung. Vor dem zweiten Wechsel ging ich schon früh aus den Radschuhen, und dadurch als Gesamt-Dritter auf die letzten 5 km, direkt hinter mir die anderen Jungs. Na ja, länger als 30 Sekunden konnte ich diesen Status nicht genießen, denn dann „flog“ Tobias Melnyk an mir vorbei. Er wurde dann auch Dritter, und ich dachte mir schon da: wer den ersten km so laufen kann, der hat es verdient! Bis km 3 war ich dann noch Besitzer der Holzmedaille, auf die es aber auch Lukas Kampkötter, ein Bekannter aus der 1. Bundesliga, abgesehen hatte. Er „zog“ vorbei, und in diesen Augenblicken war ich vielleicht zu zufrieden damit einfach nur hier zu sein, 5. zu sein, mit 35, eigentlich Langdistanzler, am Sonntag noch usw. … und zufrieden bin ich auch. Gekämpft, alles richtig gemacht, ein Ergebnis erreicht das absolut nicht selbstverständlich ist, und Preisgeld gab’s auch noch. Und meine erste Dopingprobe! Ich musste 3 Liter trinken um endlich genug pinkeln zu können. Jetzt geht es im Wochentakt weiter bis Regensburg, und da bitte ich nur um eines: keinen Platten. Ach ja: der Fuß ist zu 75 % ok. Ergebnisse hier. |
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Sonntag, 15.04.12 – L’amitié franco-allemand ist ein Begriff mit dem ich aufgewachsen bin. Als gebürtiger Münchner lagen zwischen mir und Frankreich zwar immer mindestens 300 km, aber die Französisch-Schulbücher waren einfach gut gemacht (Jahre nach dem Abitur habe ich mir die aussortierten Exemplare dann tatsächlich noch an meiner alten Schule abgeholt – ein Kindheitstraum!). Das erste Mal war ich erst mit 23 Jahren bei unseren französischen Nachbarn – natürlich in sportlicher Mission: Paris Marathon 2001 in 2:58:34, meiner ersten Zeit unter 3 Stunden. Seit dem Studium hat es mich über Stuttgart und Karlsruhe stückweise weiter nach Westen verschlagen, und heute kann ich nachmittags für einen Abstecher nach Frankreich radeln. Als jemand der es nicht von klein auf gewohnt ist, empfinde ich es als unglaubliches Privileg derart unkompliziert in eine andere Sprache und Mentalität eintauchen zu können. Und beim Multisprint Duathlon in Still / Elsass habe ich endlich geschafft was ich mir schon so lange wieder einmal vorgenommen hatte: morgens aufzustehen und nachmittags in Frankreich einen Wettkampf zu machen. Mein Start wäre zwar beinahe an einem fehlenden medizinischen Bescheid zur Sportbefähigung gescheitert (dieser ist in Frankreich obligatorisch), aber letztlich hatte man doch Erbarmen mit dem Deutschen im Feld. Sportlich war das Ganze mit Platz 3 dann auch noch ein voller Erfolg und ein guter Test für die Duathlon-DM in Oberursel. Insgesamt würde ich gerne mehr in Frankreich machen, wie generell in anderen Ländern. Das ist das worum ich die echten Profis vielleicht am meisten beneide – mit dem Sport die Welt und die Menschen kennenzulernen. Letztlich treiben wir denselben Sport und teilen dieselbe Leidenschaft, und es ist eine Schande wie sehr uns die Sprache doch trennt. Ich spreche leidlich gut französisch und komme deshalb gut zurecht. Im Grenzgebiet, und bei den dort stattfindenden Wettkämpfen, findet man aber auch immer einen Franzosen der gut Deutsch spricht und gerne weiterhilft. Ich fände es super wenn wieder mehr Deutsche einfach mal in Frankreich starten, statt denselben Wettkampf vor der Haustür immer wieder zu machen. Dieses Jahr gehe ich auch gleich mit gutem Beispiel voran: für Obernai bin ich bereits gemeldet, Alpe d’Huez steht ganz oben auf meiner Wunschliste, und abhängig vom Saisonverlauf könnte auch Gérardmer noch auf die Liste kommen. Und irgendwann mache ich auch ein deutsch-französisches Jahr, mit dem dann hoffentlich wiederbelebten Regio-Cup und allem drum und dran! |
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Samstag, 31.03.12 – Mit 35 Jahren ... Vor einer Woche von Sizilien kommend bin ich direkt in der Realität gelandet und muss sagen – ich fühle mich ganz wohl :-). Nach drei Wochen steht neben dem Aufarbeiten sämtlicher E-mails, Anfragen, Ergebnisse etc. ohnehin die Regeneration im Vordergrund. Mit der Zeitumstellung im Rücken geht es nächste Woche dann weiter vorwärts mit dem Formaufbau Richtung Duathlon DM in Oberursel. Was das Trainingslager betrifft, so muss ich sagen dass es qualitativ mein bisher Bestes war. Über die Wochen 1 über 2 und 3 habe ich den Umfang von 20 auf 26 und 29 Stunden steigern können, wobei insbesondere die Intensität nicht zu kurz kam. Und trotz der körperlichen Belastung sind sämtliche Alltagswehwehchen, wie der schmerzende Piriformisansatz, das morgendliche Stechen in der rechten Ferse beim Aufstehen etc., über die drei Wochen völlig verschwunden. Mit doch bald 35 Jahren habe ich die Gewissheit, dass nach oben noch lange nicht alles ausgereizt ist, und ehrlich gesagt inspiriert mich diese Erkenntnis ungemein. Mal sehen was sich aus dieser Situation noch alles machen lässt ...


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07.03.2012 – Triathlon Train & Test Camp auf Sizilien. Unglaublich – seit bereits einer Woche bin ich auf der Insel und arbeite an meiner Bräune. Am vergangenen Donnerstag habe ich die Doktorarbeit zur Erstkorrektur abgegeben (das war der Grund warum von mir wochenlang so gut wie nichts zu sehen und zu hören war) und bin direkt im Anschluss in den Flieger gestiegen. Aber natürlich bin ich nicht allein zu meinem Vergnügen hier ;-) – neben einem Haufen eigener Schwimm-, Rad- und Laufkilometer sorge ich als Trainer auch für die sportliche Weiterentwicklung der Train & Test Camp-Teilnehmer. Das Programm (siehe oben) und die Besetzung harmonieren hervorragend, dazu kommt das neue Hotel mit dem wesentlich höheren Wohlfühlfaktor. So habe ich trotz der Verpflichtungen nicht das Gefühl bei meinem eigenen Inhalten Abstriche machen zu müssen – besser geht es nicht. Das Camp dient unter anderem zur speziellen Vorbereitung auf die jetzt als EM ausgeschriebene Challenge Kraichgau, weshalb auch der Organisator vor Ort ist. Das macht die Sache noch kurzweiliger, denn mehr Triathlon(hintergrund)information kann man gar nicht mehr vermitteln – ein Riesenspaß. Jetzt sind es noch zweieinhalb Wochen hier für mich, die ihr tagesaktuell auch auf Facebook verfolgen könnt. Das Leben ist ein Trainingslager! P.S.: ich bügle natürlich nicht in dieser Aufmachung über die Insel, obwohl die Italiener noch herausgeputzter radfahren. Es handelt sich (bis auf die Schuhe) nur um Testmaterial, das hier vor Ort zur Verfügung steht. |
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01.01.2012 – Auf dieser Seite gab es nun schon länger nichts mehr aktuelles, wofür ich mich bei den vielen regelmäßigen Besuchern entschuldigen möchte. Die Gründe sind komplex und ich werde demnächst ausführlicher darauf eingehen. Während auf (hoffentlich) absehbare Zeit leider wenig Gelegenheit bleibt das Tagesgeschehen darzustellen, wollte ich endlich zumindest einiges Grundsätzliches zur aktuellen Saison 2012 formulieren.
Das gesamte Jahr steht im Zeichen großer Rennen mit schweren Radstrecken, darunter die Duathlon-DMs in Oberursel (kurz) und Falkenstein (lang), der Triathlon-Mitteldistanz-DM in Immenstadt, der Ironman 70.3-EM in Wiesbaden, den Mitteldistanzen in Alpe d’Huez und Malterdingen, dem Ironman Regensburg, und am Ende – hoffentlich – den Ironman 70.3 und Ironman WMs in Las Vegas und Hawaii. Und warum das alles?
Also erstens macht es auch im Jahr zwölf weiterhin unbändigen Spaß, und zweitens möchte ich mich nach dem fertigen Aufbau des für mich optimalen Zeitfahrrads (cw .059) in einer Disziplin herausfordern, in der ich in den letzten Jahren nicht gerade geglänzt habe. Als bekennender Vielstarter werde ich natürlich auch 2012 eine noch unbestimmte Anzahl an Lauf- und Triathlonwettkämpfen einstreuen, um in dieser Hinsicht langsam abzutrainieren :-). Anders als in den letzten Jahren nehme ich mir aber erst einmal nichts vor.
Irgendwie fühle ich mich nach den letzten Jahren, in denen ich eigentlich jede Startlinie mitgenommen habe, etwas ruhiger und bereit die Wettkampfanzahl knapper zu halten, oder die Wettkämpfe gezielter als reines Training einzubauen. Was die Vorbereitung auf die oben genannten Hauptwettkämpfe betrifft habe ich diesbezüglich einen ganz klaren Fahrplan. Im Halb- / Ironman reichen mir 26 bzw. 53 min im Wasser, um meine Rennen so zu gestalten wie ich es mir vorstelle. Das bedeutet auf der ersten Hälfte der Radstrecke überproportional viel zu investieren um nach vorne aufzuschließen, oder in der zweiten Hälfte von der Tempovorgabe der von hinten aufschließenden Radspezialisten zu profitieren. Den Unterschied wird dann wieder das Laufen machen, aber anstatt darauf zu spekulieren von hinten nach vorne durchzulaufen, möchte ich den Lauf schon ganz weit vorne beginnen. Entsprechend werde ich auch mein Training insbesondere im Schwimmen (geringer Aufwand) und Laufen (mittlerer Aufwand) gestalten.
Das ist der Plan. Auf Facebook werde ich nach den genannten Rennen zeitnah berichten ob’s auch so geklappt hat. Die Motivation ist natürlich auch deshalb ungebrochen, weil die Unterstützung einfach unglaublich ist. Vor den Möglichkeiten die mir im Hinblick auf Vorbereitung, Material und Wettkampf gegeben sind, schüttelt es mich manchmal vor beinahe kindlichem Erstaunen. Und wo so viel investiert und an mich geglaubt wird möchte ich natürlich auch für gute Ergebnisse sorgen. Und damit Vollgas rein in die Saison 2012! |
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